Müssiggang
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
Auf dem Feldweg schreite ich gemächlich
Von keinen Gedanken begleitet, ohne Ziel
Und rieche die vom Tau betupfte Wiese
Wie sich die Wolken drohend ballen
Und der Regen sich über mich ergiesst.
Das stimmt mich heiter, so soll es sein
Ich bleibe mit der Natur verbündet
Und folge dem Weg gelassen ohne Eile
Wie das Gewitter der Sonne weicht
Und den Dunstschleier munter lüftet.
Mein Weg führt an einem Teich vorbei
Das muss mein Ziel sein und hielt inne
Und der Himmel spiegelt sich im Teich
Wie einst werfe ich einen flachen Kiesel
Und lasse ihn springen auf und ab.
Ich will nicht länger müssig sein
Meine Gedanken heisse ich willkommen
und verdanke ihnen dieses Gedicht
Wie ich auf dem Feldweg weiter gehe
Und erquickt meiner Fährte folge.
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