Textatelier
BLOG vom: 24.06.2016

Juni-Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Die Wahl zwischen Möglichkeiten erschwert die Wahl.

*

Ob rechts oder links, das bestimmt der Standpunkt.

*

Das Gute an Vororten ist die Stadtnähe.

*

Könnte man doch den Dünkel wie eine Eiterpustel aufstechen.

*

Nicht alles, was zum Spass gesagt wird, ist als Spass gemeint.

*

Begriffe sind dehnbar. Sie sind auf Interpretation angewiesen.

*

Der Mensch wird von Umständen geprägt – bekömmlichen und misslichen.

*

Vieles erledigt sich von selbst, wenn zur Seite geschoben.

*

Gedanken entwickeln sich in der Stille.

*

Genuss und Verdruss sind wie das Wetter wechselhaft.

*

Das Wissen, wovon man nichts wissen will, sichert Gewissheit und verhindert, dass wir uns verzetteln.

*

Leute, die sich fortwährend beklagen, sind schwer zu dulden.

 


*
*    *

Hinweis auf weitere Blogs von Meier Pirmin
Jules Bloch (1947 – 2026) – Monument eines «Landjuden» im aargauischen Surbtal
Peter von Matt: Genial eigenwillig, aber kein Literaturpapst
Fasten bis zum Tode – ein heikles Thema, der Reflexion würdig
Katholische Kirche: Verhältnisse und Proportionen einer Skandalgeschichte
Zum Tode der Autorin Ruth Schweikert (1965 – 2023)
„Banntagsgedanken“ über Verlegenheit in der Bürgerschaft
Karl Kloter – Ein Sozialist des Herzens
Schweizergarde - ein politischer Trumpf für das Land
Kritik – Eher eine Kunst als eine Wissenschaft
«Schnätterlig und Späck oder 9 Chatze us em Sack» - Bözbergimpressionen zum 1. August 2022
Was eine treffende Rede zur Bundesfeier ausmacht
Gedanken zum jahreszeitlichen „Computus“
Das musizierende Weltall nach Kepler
Uri - Eine vorbildliche Kantonsgeschichte
Peter Meier-Abt (1947 – 2021) – Arzt und medizinische Geistesgrösse aus dem Aargau