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8. Ausgabe www.textatelier.com 02. 10. 2003

Fundstücke aus der Leserpost

Platz für Ungewöhnliches

Ihren Rundbrief Nr. 7 finde ich wieder exzellent. Eine gute Idee sind die "Fundstücke aus der Leserpost". Hier können Sie ungewöhnliche Dinge publizieren.

Zu den publizierten Sars-Bildern fällt mir noch etwas ein. Als die Mundschutz-Masken ausgingen, halfen sich einige Burschen so: Sie verwendeten Schalen von Büstenhaltern. Damit fuhren sie mit ihren Fahrrädern herum. Im Fernsehen sah dies wirklich ulkig aus.

In der Publikation der Badischen Zeitung (www.badische-zeitung.de) vom 28. Juni 2003 ("Ein Klassiker kehrt wieder") wurde über das Auftauchen von Mohammed Said al-Sahaf berichtet. Ein Amerika-Korrespondent meinte, nun könne die amerikanische Regierung ihn anstellen und seine Fähigkeiten dort einsetzen. Inzwischen gibt es unter www.welovetheiraquiinformationminister.com nähere Informationen. Die Betreiber wollen "den Schatz dieser unsterblicher Zitate" hüten und die irakische Kultfigur auch künftig begleiten.

Der ehemalige irakische Informationsminister, der in blumenreicher und amüsanter Sprache als Kriegsberichterstatter fungierte und unvergessliche Zitate in die Mikrofone sprudelte, wie beispielsweise "Ich spreche besser Englisch als der Schurke im Weissen Haus" oder "Gott wird ihre Mägen in der Hölle braten". Als die ersten Amerikaner in Bagdad einmarschierten, versicherte er mit "dreifacher Garantie, dass keine amerikanischen Soldaten in Bagdad sind. Die Ungläubigen lügen wieder einmal. Was sie zu sehen glauben, sind Szenen aus einem Hollywood-Film".

In einem Interview nach dem Krieg äusserte Said al-Sahaf, er habe als "kleiner Angestellter" lediglich Informationen weitergegeben. "Informationen", fügt er hinzu, "aus wirklich authentischen Quellen". Er verkündete ferner, er werde ein Buch über den Krieg schreiben. Anhänger dieser Kultfigur werden dann sicherlich den Lesestoff mit Vergnügen verschlingen.

Wer allerdings noch faustdickere Lügen schätzt, muss sich schon der Lügensammlung aus dem Pentagon zuwenden, insbesondere der berühmten Kriegslüge, auf welcher die Bombardierungen und der Einmarsch beruhte: Saddam habe noch heute Massenvernichtungswaffen. Von den seinerzeitigen Lieferungen aus den USA und anderen Ländern war gerade nichts mehr zu finden.

Heinz Scholz

* * *

Naturkunde mit Stil

Ihr Biber-Aufsatz im Rundbrief Nr. 6 ist flüssig geschrieben und mit unaufdringlichem Humor gewürzt. Die Beobachtung etwa, dass ein Wald erst dann Kosten verursacht, wenn er von einem Förster während seiner Arbeitszeit betreten wird, hat mich zunächst verblüfft, dann sehr erheitert und zuletzt sogar noch zum Nachdenken angeregt.

Ganz hervorragend ist es Ihnen gelungen, Naturkunde mit einem für das Textatelier zentralen Anliegen zu verbinden – dem Stil. Diese Kombination ist so gekonnt "eingefädelt", dass sie in keiner Weise weit hergeholt oder gar plump wirkt, wie man das ansonsten so häufig beobachtet. Kurz: Ich habe viel gelernt – nicht nur (aber auch) über Biber und Biberstein. Der Aufsatz bezeugt nicht zuletzt Ihre Verbundenheit mit der Wohngemeinde.

Nur den Satz über die Bestrafung des Biberschänders hätte ich anders formuliert: Man könnte beispielsweise den Übeltäter zum Verzehr eines Fisches mitsamt den darin enthaltenen, gefährlichen Gräten zwingen!

Dr. Manfred Meyer, Eisenia OÜ, P.k. 17, Kaiu, 79301 Rapla mk. Eesti, Estland

Leserpost

Dichter-Ersatz

Es den anderen sagen –
ein Gedicht vortragen!

Aber was machen,
wenn die anderen lachen?

Nicht jeder kann ein Dichter sein,
dafür gibt es den Hess von Biberstein.

Beatrice Meister, Mittlerbergstrasse 2 B, CH-8918 Unterlunkhofen



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