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     18. August 2018, 14:53 Uhr
 


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Unheimliche Zusammenhänge

Kürzlich las ich über eine Herztransplantation in Amerika: Eine junge Frau bekam das Herz eines bei einem Unfall ums Leben gekommenen elfjährigen Buben. Alles ging gut, nur bekam die junge Frau schreckliche Rückenschmerzen. Man konnte keinerlei Ursache finden und man stand vor einem Rätsel, bis sich herausstellte, dass der Herzspender genau dort am Rücken verletzt worden war, wo bei der Frau die Schmerzen auftraten. Haben die Zellen also im Moment des Todes Schmerz-Informationen gespeichert und sie weitergegeben?

So betrachtet ist es auch nahe liegend, dass wir Schmerzen, die Tiere empfinden, mit unserer Nahrung zu uns nehmen. Das Empfinden des Tieres bis zu und bei seinem Tod wäre durchaus übertragbar − und wir essen uns damit eine ganze Menge Beschwerden an.

Warum ausgerechnet in Zeiten, wo es uns gut geht (man vergleiche die überall veröffentlichten Berichte aus den Kriegs- und Nachkriegszeiten)? Dass Depressionen und Ängste so verbreitet sind, fände damit eine (weitere) Erklärung.

Die Forderung von Tierschützern, die qualvollen Tiertransporte quer durch Europa zu unterlassen, die Stress-Situation im Schlachthof zu vermeiden, die Batteriehaltung für Legehennen zu verbieten und vieles mehr, wären dann nicht nur als „überzogene Spinnereien“ von ein paar „Überkandidelten“ anzusehen. „Glückliche Hühner“ sowie glückliche Schweine oder glückliche Kälber sind demnach nicht nur Gegenstand herablassender Witze, sondern ernst zu nehmen – für die Tiere wie für die Menschen.

Die Käufer sollten sich also besinnen, und vielleicht statt 14-mal in der Woche billiges Fleisch in sich hineinzustopfen, lieber bereit sein, zwei- oder dreimal in der Woche einen höheren Preis für Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren aus der näheren Umgebung zu bezahlen. Da wäre uns wahrscheinlich wohler – und den Tieren erst recht . . .

Traude Walek-Doby

Zur Autorin
Traude Walek-Doby : Geboren am 1. 9. 1939 in Niederösterreich, nach der Matura Heirat mit Fritz Walek, Kirchenrestaurator, für 34 Jahre Übersiedlung in die Schweiz (Züribiet, St. Gallen, Innerschweiz, Aargau), 2 erwachsene Töchter.

Beruflich: Mitarbeit bei den Kirchenrestaurierungen des Mannes, ab 1970 journalistische Arbeiten, später Bearbeitung verschiedener Themen in der Folge von Reisen nach Skandinavien, Kanada, Chile, Argentinien, Südafrika, Taiwan, Guatemala, Russland u. a., Autorin von 14 Sachbüchern. 1990 Rückkehr nach Österreich, Aufbau einer internationalen Anlaufstelle für Auslandsösterreicher in der niederösterreichischen Landesregierung. Pensioniert seit Ende 2004, vermehrt journalistische Tätigkeit für internationale deutschsprachige Zeitungen im fremdsprachigen Ausland.

Lebt mit ihrem Mann in Gross-Siegharts im nördlichen Waldviertel (Niederösterreich) in einem Haus von 1750. Die Adresse von ebendiesem Haus ist:  Feldgasse 4, A-3812 Gross-Siegharts, Tel. + Fax: ++43(0)2847 3797.

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