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     18. August 2018, 14:55 Uhr
 


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Arbeitslose Eisbrecher

Die Arbeitslosigkeit greift um sich und erfasst nun auch gerade noch die Eisbrecher: Die Eisgrenze der Arktis hat sich nach Angaben des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes (AWI) vom 15. Oktober 2002 nämlich überraschend weit nach Norden zurückgezogen. Das berichtete die Besatzung des Forschungs-Eisbrechers "Polarstern" nach der Rückkehr von einer viermonatigen Reise in die Arktis nach Bremerhaven D. "Die Vermutung, dass diese Situation von der globalen Erwärmung herrührt, liegt nahe", sagte der wissenschaftliche Fahrtleiter Wilfried Jokat.

Der Rückzug der Eisgrenze erschwerte die Expedition der "Polarstern", die unter anderem Lebewesen im Eis und in der Tiefsee zu untersuchen hatte. Die Forscher mussten lange nach geeignet grossen und stabilen Eisschollen fahnden, um sich dort sicher aufhalten und ihre Geräte aufbauen zu können. In Zukunft werden sie wohl Flosse mitbringen müssen...

Ebenso überraschend war es für die rund 100 Wissenschaftler, dass aus der Arktis wieder in grösserem Umfang kaltes Wasser in Tiefenströmen Richtung Süden fliesst. Zugleich aber halte der Zustrom warmen Atlantik-Wassers Richtung Arktis an, hiess es. Warum der kalte Strom zurzeit wesentlich stärker fliesst als in den vergangenen Jahren, wollen die AWI-Wissenschaftler im Rahmen der Untersuchung der Schwankungen im Arktis-Klima feststellen.

So gibt es, wie man sieht, wieder neue Aufgaben, neue Arbeit: Herauszufinden, woher die Erwärmung des Weltklimas kommen könnte. Das weiss zwar jedermann, offenbar nur die Klimatologen noch nicht.

hs.

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