Textatelier
BLOG vom: 16.12.2015

Dezember-Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Ein neues Wort für den Duden? Trump als Hauptwort und Verb.

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In eingespurten Gedankenbahnen verkümmert die Denkkraft.

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Die Nieten im Leben: Diese gibt es in allen Berufen. In ihrer Selbstbesessenheit wähnen sie sich, sehr von sich eingenommen, als Könner in ihrem Fachbereich. Für wahre Könner sind solche Nieten belanglos.

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Ab einem gewissen Alter gilt der Grundsatz, junge Leute zu ermuntern und zu fördern.

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Wer sehen kann, sehe sich vor. Das steigert die Erkenntnisfähigkeit. Er lässt sich nicht von der Fata Morgana blenden.

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Ich schicke dem Tag meinen Gruss und Dank nach, wenn er heil und heiter hinter mir ist.

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Mit der Netzhaut der Augen lässt sich gut fischen. Die Pupille wird dabei zur Angelrute.

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Der Versager schiebt die Schuld vornehmlich auf andere Versager ab.

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Die fanatische Dialektik kneift den Wahrverhalt und verdreht Tatsachen. Solche spitzfindig gegensätzliche Streitgespräche verhindern den erspriesslichen Dialog.

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Die besessenen Heerscharen des Aberglaubens züchten Viren, die sich virulent mit verheerenden Folgen vermehren und Andersdenkende ausmerzen wollen.

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Sei getrost, wenn du jemand trösten kannst.

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Das “letzte Gericht”, wo immer es aufgetischt wird, ist ungeniessbar.

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Was wäre Weihnachten ohne Rosenkohl? Eine Wohltat – wenigstens für mich ...

 


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