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BLOG vom 17.06.2018


Fussball-WM: Natürliche Mittel für das gestresste Herz

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D

 


Hier wohnt ein Fussball-Fan
 

„Fussball-WM: Herzkranken droht ein Infarkt“, war unter Netdoktor (www.netdoktor.de) am 15.06.2018 zu lesen. Dies ist für mich als Anhänger des Fussballspiels nachvollziehbar. Viele Fans verfolgen die Spiele der WM mit Hochspannung. Dies gilt besonders, wenn die eigene Mannschaft ihre Ballkünste zeigt. Das erzeugt Stress. Der Blutdruck schnellt besonders bei Aufregungen und Spannung in die Höhe. Oft regen sich die Fans bei falschen Schiedsrichterentscheidungen auf. Dann rumort es in der Volksseele. Zum Glück gibt es heute den Videobeweis, so dass Fehlentscheidungen revidiert und versteckte Fouls der Spieler erkannt werden.
Was passiert, wenn bei einer Übertragung mein Temperament durchgeht? Dann sagt meine Frau immer: „Reg Dich nicht auf, es ist doch nur ein Spiel.“ Heute bin ich gelassener. So kommt es schon vor, dass ich eine Übertragung bei zu viel Aufregung den Fernseher abschalte und mich zwischendurch mit Entspannungsübungen beruhige.

 


Fussball-Fan jubiliert für die Schweiz und Deutschland
 

Für Herzkranke sind solche Spiele eine Gefahr. Bei der Fussball-WM 2006 in Deutschland gab es laut einer Studie der Uni München eine verdreifachte Zahl der Herznotfälle bei Männern.
Es gibt jedoch eine Entwarnung für Herzgesunde. „Ein Mensch mit einem gesunden Herz kann alleine durch die Aufregung beim Anschauen eines Fussballspiels normalerweise weder einen Herzinfarkt noch einen plötzlichen Herztod erleiden, auch wenn das Spiel noch so spannend ist“, sagte Prof. Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung.
Bei Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung (Verengung der Herzkranzgefässe) ist das anders.

Natürliche Helfer für das Herz
Es gibt sie, die Nahrungs- und Heilmittel aus der Natur, die befähigt sind, unser Herz zu stärken, für eine bessere Durchblutung zu sorgen, dem Herzinfarkt vorzubeugen, die Gerinnungsfähigkeit des Blutes günstig zu beeinflussen, einen hohen und zu niedrigen Blutdruck zu regulieren, den Herzrhythmus zu stabilisieren und erhöhte Blutfette zu senken.
In meinem Blog vom 04.01.2015 („Alles Gute für unser unermüdlich schlagende Herz“) beschrieb ich ausführlich die natürlichen Helfer für unser Herz. In diesem Blog bringe ich diejenigen Mittel für Fans, die ich auch nutze und jeder Zeit empfehlen kann.

Magnesium: Magnesium schützt Herz und Gefässe, verhindert Thrombosen, stabilisiert Zellwände. Der Mineralstoff hemmt als Gegenspieler des Kalziums alle Erregungsvorgänge. Durch die Dämpfung der Nerven- und Muskelerregbarkeit ist Magnesium bei krampfhaften Kopfschmerzen, Gefässkrämpfen und Krämpfen innerer Organe wirksam. Wegen seiner Fähigkeit, die Erregung abzusenken, wird es auch als „Anti-Stress-Mineral“ bezeichnet. Menschen mit nervöser Erschöpfung und funktionellen Störungen an Herz, Kreislauf und vegetativem Nervensystem, aber auch Kinder, die unter Nervosität, Tics (Grimassen, Gliederzucken), leichter Reizbarkeit, Unbeherrschtheit und Konzentrationsschwäche leiden, profitieren von einer Magnesiumzufuhr.

Vitamin E: Das Vitamin E senkt den Sauerstoffbedarf im Muskelgewebe. Die Folge ist eine Erhöhung der Herzleistungskraft.

Weissdorn: Der Weissdorn ist ein wahrer Herzfreund. Er hat sich besonders in der Behandlung von Altersherz bzw. von einer Herzinsuffizienz im Stadium II und leichten Herz-Kreislaufbeschwerden bewährt.
In Studien wurden u. a. folgende Wirkungen festgestellt: Gefässerweiterung, Steigerung der Kontraktionskraft, Verbesserung der Durchblutung in den Herzkranzgefässen und Kapillaren des Herzmuskels, Kräftigung des Herzmuskels, Beschleunigung bei Leistungsverzögerungen im Herzmuskel. Die Wirkstoffe des Weissdorns schützen auch das Herzgewebe bei Sauerstoffmangel, wie dies bei Angina pectoris der Fall ist und wirken stabilisierend auf den Herzrhythmus.
Hinweis: Bei sämtlichen Störungen am Herzen ist auf jeden Fall ein Therapeut aufzusuchen. Er wird dann eventuell Weissdorn verordnen bei leichten Formen von Rhythmusstörungen, zur Nachbehandlung des Herzinfarktes, bei nervösem oder reizbarem Herz, Herzbeklemmung, Herzangst, Druckgefühl auf dem Herzen. Die Heilpflanze reguliert auch einen zu hohen und zu niedrigen Blutdruck und stimuliert den Kreislauf.
Rosmarin: Wer eine Kreislaufschwäche durch das viele Jubeln erleidet, der sollte Rosmarin als natürliches Anregungsmittel für den Kreislauf einnehmen. Er ist auch hilfreich bei niedrigen Blutdruck, Ermüdbarkeit, Abgespanntheit und Erschöpfung.

Baldrian: Baldrian beruhigt nicht nur Zappelphilippe, sondern auch aufgeregte Fussball-Fans. Aber nicht nur das. Er wird auch empfohlen bei Einschlafstörungen und nervös bedingte krampfartige Schmerzen im Magen- und Darmbereich. Ich kann mir gut vorstellen, wenn nach einem aufregenden Spiel am Abend der Fan nicht einschlafen kann. Baldrian ist hier ein gutes Mittel für einen erholsamen Schlaf.

Melisse: Paracelsus bezeichnete die Melisse als „das beste Kräutlein für das Herz.“ Melisse wird angewandt bei nervös bedingten Einschlafstörungen, nervöse Magen-Darm-Beschwerden, nervöse Herzbeschwerden, innere Unruhe, Nervosität, Lampenfieber. Fussball-Fans dürften die mild wirkende Heilpflanze zu schätzen wissen.

Hopfen: Der Hopfen wurde schon im 8. Jahrhundert in Mitteleuropa kultiviert und zur Herstellung von Bier gebraucht. Erst später wiesen Heilkundige auf die beruhigende und die Erregung dämpfende Wirkung hin. Die Wirkung ist jedoch etwas schwächer als die von Baldrian.

Persönliche Anwendungen:  Vor den Spielen der deutschen Mannschaft besorge ich mir Magnesium-Tabletten und diverse Heilpflanzen zur Beruhigung. Manchmal bereite ich mir einen beruhigenden Tee oder verwende den Press-Saft aus frischen Weissdornblättern mit Blüten, den Press-Saft aus frischen Baldrianwurzeln, den Press-Saft aus frischem Melissenkraut und bei Bedarf auch den Press-Saft aus frischem Rosmarinkraut (alle von Schoenenberger). Warum gerade diese Säfte? Die Säfte aus der frischen Pflanze zeichnen sich durch ganzheitliche Qualität, synergistische Wirkungsweise, gute Aufnahmefähigkeit, Verträglichkeit und Sicherheit aus. Hergestellt werden sie ohne Alkohol, ohne Konservierungsstoffe und ohne Zuckerzusatz.

Weitere natürliche Helfer:  Zur Gesundheitspflege des Herzmuskels und der Gefäße im Rahmen einer ganzheitlichen Ernährung empfiehlt sich die Gabe von Weizenkeimöl. Eine Wohltat für das Herz sind auch andere Öle, wie Leinöl, Rapsöl, Walnussöl und Olivenöl.

Wer Knoblauch konsumieren möchte, kann dies tun. Knoblauch hält die Blutgefässe jung. Ursel Bühring schreibt in ihrem Buch „Kuren für Körper und Seele“ über Knoblauch dies: „Knoblauch ist eine Art Rohrputzer, er hält meine Gefässe auf unterschiedliche Art frei von Ablagerungen.“

Fans, die bei den vielen Übertragungen von Spielen im Fernsehen zu Couch potato werden, sollten in den Pausen Bewegungsübungen oder Entspannungsübungen machen und anstelle von fettreichen Chips, Fast Food oder Salzgebäck lieber Nüsse futtern. Die Nüsse haben einen cholesterinsenkenden Effekt, eine günstige Fettsäurezusammensetzung, viel Eiweiss und zahlreiche Mineralstoffe, B-Vitamine und Vitamin E. Die Nüsse (besonders Baumnüsse bzw. Walnüsse) besitzen also ein ganzes Paket an Stoffen, die unser Gehirn auf Trab bringen und das Herz schützen. Bei uns stehen immer Schälchen mit Rosinen, Haselnüssen und Walnüssen auf dem Couchtisch.

Anhänge


Leistung unseres Herzens

Schlägt pro Tag 100 000 Mal

Pumpleistung: 5 Liter Blut pro Minute (bei starker Belastung 5 Mal soviel)

7000 Liter Blut pro Tag

2,6 Millionen  Liter Blut in einem Jahr

3,2 Milliarden Mal geschlagen bis zu einem Alter von 75 Jahren

180 Millionen Liter Blut wurde bis zum 75. Lebensjahr transportiert (berücksichtigt wurde die reduzierte Herzfrequenz im Alter).

 

Was dem Herz schadet
Bluthochdruck
Bewegungsmangel
Rauchen
Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum
Erhöhte Blutfettspiegel
Homocystein
Chronische Entzündungen und Eiterherde (Zahnwurzeln, Mandeln)
Übergewicht
Diabetes mellitus
Schädlicher Stress (Distress)

 

Internet
www.schoenenberger.com
www.netdoktor.de

Literatur
Bühring, Ursel: „Kuren für Körper und Seele“, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2012.
Scholz, Heinz; Hiepe, Frank: „Arnika und Frauenwohl“, Ipa Verlag Vaihingen 2013.
Scholz, Heinz: „Magnesiummangel“ (Wenn Ihrem Körper ein wichtiger Mineralstoff fehlt), Hippokrates Ratgeber, Stuttgart 1988.
Vonarburg, Bruno: „Testen Sie Ihre Gesundheit“ (Krankheiten frühzeitig erkennen und naturheilkundlich behandeln), Midena Verlag, Küttigen/Aarau 1993.
Vonarburg, Bruno: „Natürlich gesund mit Heilpflanzen“, AT Verlag, Aarau/Schweiz 1993.

 


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