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BLOG vom 16.08.2020


Gesund, fit und schlank durch Gemüse und Nüsse

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim

 

In diversen Zeitschriften, Büchern und im Internet können wir immer wieder lesen, dass es Lebensmittel gibt, die herz-, gedächtnis- und immunstärkend wirken. Aber nicht nur das. Erst kürzlich wurden Lebensmittel, die glücklich machen, im Rahmen des neuen Trends „Happy Food“ vorgestellt.  Sogar unter Mikrosoft News (www.msn.com) lasen die Nutzer erstaunt, dass es 10 herzgesunde Lebensmittel gibt, die den Blutdruck und das schädliche Cholesterin senken. In dem Bestseller „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ werden Nahrungsmittel gegen Krebs und zur Stärkung des Immunsystems vorgestellt.

In der Serie „Gemüse und Früchte als Arznei“ in „Natürlich“ stellten während 8 Jahren (1989-1996) 5 Autoren in 54 Folgen die umfangreiche Palette von gesunden Gemüsen und Früchten vor. Die Leser erfuhren in dieser vielbeachteten Serie, dass viele der Lebensmittel eine Heilwirkung haben. Meine Idee zu dieser Serie nahm der damalige Chefredakteur Walter Hess mit Begeisterung auf.

Folgende Empfehlung ist von Bedeutung: Man sollte Erzeugnisse aus kontrolliertem biologischem Anbau bevorzugen.

Dr. Michael Greger, der den Bestseller „HOW NOT TO DIE“ verfasst hat, plädiert für eine pflanzenbasierte Ernährung und eine Änderung in der Lebensweise. Damit könne man die meisten Krankheiten überlisten. Laut Studien ist es sogar möglich, Schäden zurückzubilden und das Leben zu verlängern. Folgende 4 Lebensregeln müsste man jedoch befolgen: Das Rauchen aufgeben, nicht fettleibig sein, Sport treiben (eine halbe Stunde täglich) und gesünder essen. Wichtig ist, dass man sich vielseitig mit gesunden Lebensmitteln ernährt.

In diesem Blog konzentriere ich mich auf 12 der gesunden Lebensmittel (Gemüse, Nüsse, Samen, dunkle Schokolade). Ein 2. Blog befasst sich mit den Früchten. Die Auswahl wurde von mir gewählt. Vielleicht hat so mancher Leser noch ganz andere im Fokus. Wichtig ist, dass sie gesund sind.

 

Kohl (Brokkoli, Grünkohl)
Kohl wirkt bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (Saft), fördert den Appetit und die Verdauung (Sauerkraut), wirkt bei Hautleiden und Wunden (Auflagen) und steigert die Abwehr. Er hat Schutzstoffe gegen Krebs zu bieten. Enthält Vitamin C, Kalium, Kalzium, Senföle (Sulforaphan). Empfohlen werden auch Brokkoli-Sprossen, die ein Vielfaches an Sulforaphan enthalten als Gemüse. Sulforaphan ist ein krebshemmendes Antioxidans, das auch antimikrobiell und antientzündlich wirkt.

Die Herstellung von Keimlingen aus Samen ist in meinem Blog vom 08.12.2013 (Keimlinge: Das knackige Kraftfutter für die Wintermonate) beschrieben.

Prof. Dr. Terry Wahls, University of Iowa (USA) empfiehlt besonders Grünkohl. Dieser enthält Karotinoide, (Lutein, Zeaxanthin) und Senfölglykoside (schwefelhaltige Verbindungen), Vitamin C, Magnesium und Vitamin K. Die Stoffe wirken vorbeugend und heilend bei Augenerkrankungen, Herzerkrankungen, Osteoporose und Krebserkrankungen.

 

Avocado
Die exotische Gemüsefrucht enthält einfache und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die Vitamine A, E und K und die Mineralstoffe Magnesium und Kalium. Sie eignet sich für die kochsalzarme Diät bei hohem Blutdruck, Herzerkrankungen. Avocados senken den Gesamtcholesterinwert und die Triglyceridwerte. Das Avocadoöl macht die Haut geschmeidig und strapaziertes Haar wieder schön.

 

Walnüsse (Baumnüsse)
Walnüsse (Baumnüsse) und auch andere Nüsse liefern hochwertiges Eiweiss, gesunde Fette (z.B. Omega-3-Fettsäure), Ballaststoffe, Kalium, Magnesium, Vitamin E und B-Vitamine. Die Walnüsse enthalten unter den Nüssen mehr gesunde Fette (34,2 g Linolsäure, 7,5 g Linolensäure pro 100 g).

Walnüsse sind eine wertvolle Nahrung für unser Gehirn und reduzieren das Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen sowie Schlaganfall. Laut Untersuchen (Predimed) kam heraus, dass Menschen, die regelmässig Nüsse essen, ein geringeres Risiko haben, frühzeitig zu sterben. Bei den Untersuchungen schnitten die Walnüsse am besten ab.

 


Tomaten
 

Tomaten
Barbara Hofmann bezeichnete die Tomate als „Des Schweizers liebste Beere“.  Auch in anderen Ländern zählt die Tomate zu den beliebtesten Beerenfrüchten. Es gibt kaum ein Land, wo die Frucht nicht angebaut wird. Die „Frucht der Indianer“ ist deshalb so populär, weil sie wohlschmeckend und universell in der Küche einsetzbar ist. Aber auch der gesundheitliche Wert ist nicht zu unterschätzen. Die kalorienarme Frucht wirkt mild abführend, entwässernd und appetitanregend.

Die Tomate enthält reichlich Carotin, Mineralstoffe und Vitamine. Die Carotine verleihen der Tomate die rote Farbe.

 

Karotten (Rüebli)
Schier unglaublich sind die Wirkungen, die man der Karotte (Rüebli) zuschreibt. So entfaltet die orangerote Wurzel mit dem höchsten Beta-Karotin-Gehalt (Provitamin A) einen harntreibenden und wurmwidrigen Effekt, beseitigt Durchfälle, schützt vor bestimmten Krebserkrankungen und Vitamin-A-Mangelerscheinungen, fördert die Hautdurchblutung, steigert die Abwehrkräfte der Haut gegenüber Infektionen und senkt einen erhöhten Cholesterinspiegel.

 

Zwiebel
Die Zwiebel ist nicht nur ein unentbehrliches Gemüse, sondern seit Jahrhunderten auch eine wichtige Arzneipflanze. Die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe regen die Magentätigkeit an, setzen die Thrombose-Gefahr herab, senken erhöhte Blutfettwerte, wirken abschwellend auf Schleimhäute, machen Spul- und Madenwürmern den Garaus und steigern die Harnausscheidung. Zwiebelwirkstoffe entfalten auch eine antiasthmatische Wirkung.

 


Knoblauch
 

Knoblauch
Der zu den Liliengewächsen zählende Knoblauch hat erstaunliche Wirkungen. Die Knolle verfeinert nicht nur Speisen, sondern macht diese auch bekömmlicher. Knoblauch fördert den Appetit und ist hilfreich bei erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Hautinfektionen und Darmparasiten.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen Alliin, Alliinase, Allicin, Diallyldisulfide, Ajoene, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine C und B-Vitamine.

Der typische Knoblauchgeruch entsteht, wenn das geruchlose, aber unwirksame Alliin durch das Enzym Alliinase ins wirksame Allicin umgewandelt wird. Aus diesem Stoff entstehen bestimmte Schwefelverbindungen, die für den Geruch verantwortlich sind. Ein Teil der Schwefelverbindungen gelangt nicht nur über die Atemluft, sondern auch über die Haut an die Umwelt.

Gibt es Mittel gegen die Knoblauchfahne? In der Tat sind einige Mittelchen bekannt, die den Geruch überdecken, aber nicht verhindern. Kräuterpfarrer Johann Künzle (1857–1945) empfahl das Kauen von Petersilie, Raute, Pfefferminze, Majoran oder Thymian. Andere empfehlen Pfefferminzöl, das Kauen von gerösteten Kaffeebohnen und Gewürznelken oder das Trinken eines Gläschens Rotwein.

 

Hülsenfrüchte
Es ist unglaublich, aber wahr: Es gibt über 12 000 Sorten von Hülsenfrüchten. Die wichtigsten sind Erbsen, Bohnen, Linsen und Sojabohnen.

Die ballaststoffreichen Hülsenfrüchte senken das Cholesterin, regulieren die Darmfunktion, verhindern oder beheben Verstopfung, beugen Hämorrhoiden und anderen Darmbeschwerden vor. Wer Hülsenfrüchte nicht gut verträgt, dem bieten sich Keimlinge an.

Alle Hülsenfrüchte besitzen einen hohen Gehalt an Eiweiss, Kohlenhydrate (überwiegend Stärke und wenig Zucker), Mineralstoffen und Ballaststoffen.

 

Haferflocken
Haferflocken sind leicht verdaulich und nahrhaft. Sie enthalten hochwertiges Eiweiss (12,5 g/100g), leicht verdauliche Fette (7 g/100g) und Kohlenhydrate (58,7g/100g), ferner Mineralstoffe, (Kalium, Magnesium), Vitamine und Ballaststoffe (10g/100g).

Overnight Oats sind übrigens mit Milch über Nacht eingeweichte Haferflocken. Dazu Enterologin Elena Ivanina, Lenox Hill Hospital, New York: „Dieses Produkt wird im Dünndarm nicht verdaut und wirkt aus diesem Grunde wie ein Ballaststoff. Resistente Stärke wird im Dickdarm fermentiert, was die Zahl der guten Bakterien erhöht und die schlechten reduziert.“

Hafer wird auch als Heilmittel genutzt. Hafer reguliert den Blutzuckerspiegel und reduziert das Cholesterin.

Hafer-Drinks

Pausen-Becher: 200 g Joghurt mit 2 EL Kölln Instant Flocken und 1 EL Ahornsirup oder Honig verrühren und 2 EL Studentenfutter hinzufügen.

Guten Morgen Milch:  ½ Banane in 150 ml Milch oder Haferdrink pürieren und mit 2 TL löslichem Kakao und 2 EL Kölln Instant Haferflocken mixen.

Hinweise: Manche sind auch begeistert von Pseudoceralien (Amaranth, Buchweizen, Quinoa) und bestimmten Getreidearten.

Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Hirse, Mais und Reis enthalten kein Gluten (Klebereiweiss). Sie spielen in der Ernährung von Zöliakie-Kranken eine grosse Rolle.

 


Paprika
 

Paprika
Das Nachtschattengewächs, hat nicht nur schöne Formen und Farben zu bieten, sondern auch Feuer und Schärfe. Je schärfer, um so gesünder, potenter und langlebiger der Mensch, so die Meinung der Mexikaner und Ungarn. Derjenige, der einen untrainierten Gaumen hat, darf sich trösten: Für ihn gibt es den milden Gemüsepaprika, der hier beschrieben wird.

Der Gemüsepaprika ist mild und im ausgereiften Stadium leicht süsslich. Es gibt grüne, gelbe, gelbweisse, weisslich-grüne, rote, lila, orangefarbene und bräunliche Früchte. Den Gemüsepaprika könnte man als den frommen Bruder des Gewürzpaprikas bezeichnen. In der Schweiz wird der Gemüsepaprika nach den Italianismen Peperoni bzw. Peperoncini benannt. In Deutschland sind damit die scharfen Sorten gemeint.

Der Gemüsepaprika ist reich an Karotin, Flavonoiden, Vitamin C (60 bis 200 mg je nach Sorte), Mineralstoffe und Spurenelemente.

Paprika fördert den Appetit, wirkt gegen Blähungen und Durchfall und wirkt günstig auf die kleinsten Blutgefässe.

 

Leinsamen
Leinsamen hat eine hohe Quellfähigkeit. Er ist befähigt die natürliche Darmbewegung zu aktivieren. Eine wässrige Leinsamenzubereitung schützt auch die gereizte Magen- und Darmschleimhaut. Der Samen wird bei Verstopfung und Darmträgheit eingenommen (immer mit viel Wasser einnehmen!).

Dr. Michael Gregor ist ganz begeistert von der wunderbaren Wirkung von Leinsamen, besonders bei Bluthochdruck. Laut „Apotheken Umschau“ kann Leinsamen helfen, verschiedene Krebsarten vorzubeugen (Prostata-, Dickdarm- und Brustkrebs).

Empfohlen wird der aufgebrochen oder gemahlene Leinsamen. Leinsamen eignet sich für Müesli, Cracker, Smoothis und vieles mehr.

Der Leinsamen ist reich an Eiweiss, gesunden Fetten (u.a. die Omega-3-Fettsäuren Linolsäure, Linolensäure) und Ballaststoffen.

 

Dunkle Schokolade
Besonders die dunkle Schokolade ist reich an Polyphenolen (Flavonoide). Diese sind auch in roten Traubensaft, Rotwein, Brombeeren und Gemüsearten enthalten. Sie entfalten einen antioxidativen Effekt. Die Schokolade wirkt stimmungsaufhellend, immunstärkend, blutdrucksenkend und herzschützend.

Im Kakao wurden bisher 300 verschiedene Inhaltstoffe nachgewiesen. Hauptbestandteil ist die Kakaobutter (54 %), dann folgen Eiweiss, Cellulose, Stärke, Pentosane, Gerbstoffe, Polyphenole, Mineralstoffe, organische Säuren, Geschmackstoffe, Theobromin, etwas Zucker und Koffein.

Schweizer Kardiologen bezeichneten die dunkle Schokolade mit über 70 % Kakaoanteil als „süsses Aspirin“. Die Forscher von der Uni Zürich brachten heraus, dass schon bei einem Verzehr von 40 g Schokolade die Herzkranzgefässe sich erweitern und die Aktivität der Blutplättchen sich verbesserten. Der beobachtete Effekt sei mit dem Aspirin vergleichbar.

 

Internet
www.msn.com (Herzgesunde Ernährung: 10 Lebensmittel)
www.apotheken-umschau.de

Literatur
Greger, Michael: „How not to die“, Unimedica im Narayana Verlag GmbH, Kandern., 10. Auflage 2019.
Souci, Fachmann, Kraut: „Lebensmitteltabelle für die Praxis“, WVG Stuttgart 2003.
Yanek; Dawn: „Essen Sie sich gesund“ Readers Digest, o5/2020.
White Ellen G.: „Bewusst essen, bewusst leben“, Adventverlag, Zürich 1989 (1. Auflage), MHA Medien, Rudersberg (2. Auflage).

 


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