Textatelier
BLOG vom: 06.11.2015

November-Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Mein Kobold ist alt geworden und schlägt keine Purzelbäume mehr. Doch zum Schabernack ist er jederzeit bereit.

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Der Gärtner bespritzte die Raupen mit Gift und wunderte sich, weshalb im Sommer keine Schmetterlinge in seinem Garten gaukelten.

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Luftschlösser entschweben in die luftige Höhe der Wunschträume.

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Hell und grell flackert der Jubel auf – und verglüht rasch zur Asche.

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Langer Tischrede kurzer Sinn: Das Essen wird kalt …

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Im Blumengarten lindert sich der Schmerz.

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Kopf oder Zahl? Der Kopf genügt und ersetzt das Zufallsspiel mit der Münze.

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“Ja, so ist es”, pflichtete er gerne bei und vermied damit gefälligst zwecklose Dispute.

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Gute Erinnerungen sind Blüten, die nicht verwelken.

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Über kurz oder lang, gewinnt die Kürze allemal.

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Der Träge lässt sich tragen, doch nicht von mir. Ich lasse ihn sitzen, wo er ist.

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Viele Engländer benutzen das Wort “Schadenfreude” und vergessen dabei ihre eigenen Ausdrücke wie “to glee” und ”to gloat” dafür. Der Franzose kennt kein Wort dafür und muss es mit «un malin plaisir» umschreiben.


 


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