BLOG vom: 12.03.2019
Der vermeintliche Obdachlose
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
Der Obdachlose sass mit hängendem Kopf hinter seiner dreisprachigen Anzeige “Ich bin hungrig” auf der Hauptstrasse in Wimbledon (London). Sein Plastkibecher füllte sich im Nu mit Münzen, die er in seine Tasche leerte. Das fesselte meine Aufmerksamkeit.
Nach und nach schlossen die Läden ringsum. Der Bettler erhob sich. “Schon genug verdient”, fragte ich ihn. Er nickte, schmunzelte und sagte: “Man muss sich zu helfen wissen” und machte sich auf den Heimweg.
*
* *
Hinweis auf weitere Blogs von Meier Pirmin
Jules Bloch (1947 – 2026) – Monument eines «Landjuden» im aargauischen Surbtal
Peter von Matt: Genial eigenwillig, aber kein Literaturpapst
Fasten bis zum Tode – ein heikles Thema, der Reflexion würdig
Katholische Kirche: Verhältnisse und Proportionen einer Skandalgeschichte
Zum Tode der Autorin Ruth Schweikert (1965 – 2023)
„Banntagsgedanken“ über Verlegenheit in der Bürgerschaft
Karl Kloter – Ein Sozialist des Herzens
Schweizergarde - ein politischer Trumpf für das Land
Kritik – Eher eine Kunst als eine Wissenschaft
«Schnätterlig und Späck oder 9 Chatze us em Sack» - Bözbergimpressionen zum 1. August 2022
Was eine treffende Rede zur Bundesfeier ausmacht
Gedanken zum jahreszeitlichen „Computus“
Das musizierende Weltall nach Kepler
Uri - Eine vorbildliche Kantonsgeschichte
