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     18. Dezember 2018, 20:58 Uhr
 


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Heiner Keller Heiner Keller (1949) ist einer von jenen wenigen gesellschaftskritischen Biologen, die ihr Fachwissen zur Vertiefung des Naturverständnisses weitergeben und sich nicht scheuen, die Bevölkerung mit Darstellungen im Klartext aufzurütteln – als Autor von Büchern, Zeitschriften und als Exkursionsleiter.

Landschaft, Pflanzen, Tiere und Menschen müssen laut Kellers Intentionen Formen des Zusammenlebens finden, die einen symbiotischen Nutzen für alle entfalten. Dass sich allein der Mensch damit schwer tut, muss seiner Ansicht nach geändert werden. Keller setzt sich deshalb auf fundierte und gleichwohl hemdsärmelige Weise für Kleinlebewesen, Tiere, Blumenwiesen, Bäume, naturnahe Wälder und Urwälder, Moore, den Auenschutzpark Aargau, Gewässer-Renaturierungen, Natur in Dörfern und Städten usf. ein, und immer versucht er, für alle vorteilhafte Lösungen auf naturethischem Fundament herbeizuführen: praktizierter Umweltschutz. So viel Gradlinigkeit und Engagement für Naturwerte aller Art ohne Rücksicht auf persönliche Verluste ist selten. Sein fürs Textatelier verfasster Einstiegsartikel "Hecken zwischen Experten und Rambos" ist eine Glanznummer, die typisch für Kellers Denken, Wirken und publizistisches Schaffen ist. Dass wir ihn als Autor zur Textatelier-Equipe zählen und seine frisch von der Leber weg formulierten Darstellungen verbreiten dürfen, ist eine weitere Bereicherung für unser Unternehmen, die uns mit Stolz erfüllt.

Heiner Keller wuchs im aargauischen Windisch auf und besuchte die Bezirksschule in Brugg und die Kantonsschule in Aarau. Dann folgte das Biologie-Studium (Zoologie) an der Universität Zürich. Anschliessend wirkte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geobotanischen Institut der ETH Zürich. 1979 war er Mitbegründer AG Natur und Landschaft (ANL AG, CH-5001 Aarau), ein Zusammenschluss von Ökologen, Botanikern und Zoologen, der Projekte im Bereich von Natur und Landschaft nach naturnahen Prinzipien umsetzt (www.anl.ch). Heiner Keller-Filli wohnt zusammen mit seiner unternehmungsfreudigen Frau Elli seit 1996 in Oberzeihen AG, ein romantischer, abgeschiedener Weiler im Bezirk Laufenburg, den die beiden mit ihrem "Forum Doracher – Lebendiges Oberzeihen" (www.doracher.ch) auf angepasste und einfühlsame Weise belebt haben, mit einer Portion ländlicher Kultur. So findet beispielsweise jeden Herbst eine wunderschön arrangierte Ausstellung von alten, weitgehend in Vergessenheit geratenen Apfelsorten statt, Früchte in verschiedenen Formen und Farben, die an waagrecht montierten Holzleitern baumeln, mit Namen benannt werden und alle Besucher mit einem Naturparfüm erster Güte empfangen. Die Veranstaltung ruft unaufdringlich dazu auf, zu altehrwürdigen Nutzpflanzen und damit zum überlieferten Naturreichtum Sorge zu tragen.

Heiner Keller ist Aufklärer und Macher zugleich. Er war Präsident des Aargauischen Bundes für Naturschutz (ABN, 1986 bis 1990), ist noch heute Vorstandsmitglied im Verband Aargauischer Obstveredler (www.moscht.org) und hilft jeden Herbst mit, dass frisch gepresster Apfelsaft von alten Sorten unters durstige Volk kommt, auf dass die alten, landschaftsbelebenden Hochstammbestände ihren hohen Nutzen auch auf diese Art wieder beweisen können. Den Naturschutz-Gedanken sich in Form von gesundheitsspendendem Most einverleiben zu können, das ist eine der Kreationen des Naturwissenschaftlers, der sich lieber in einem Feuchtgebiet oder in einer Mosterei als in wackligen Elfenbeintürmen aufhält, die mit Wissenschaftstheorie vollgestopft sind.

Walter Hess

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